Lehrstunde für Münchenbernsdorfer Kreisliga-Kicker gegen Aue
Danny Prager, 30.05.2012

Münchenbernsdorfs Torwart David Meyer verhindert mit vielen tollen Paraden eine noch höhere Niederlage seiner Mannschaft. Foto: Jens Lohse
Der SV 1924 Münchenbernsdorf kann die zweistellige Niederlage gegen den FC Erzgebirge Aue II nicht verhindern und verliert mit 14:1.
Münchenbernsdorf. "Es ist schon beachtlich, wie schnell man Fußballspielen kann. Das war eine Lehrstunde für meine Kreisliga-Kicker", staunte Münchenbernsdorfs Trainer Thomas Geßner nach der 1:14-Niederlage seiner Elf gegen den NOFV-Oberligisten FC Erzgebirge Aue II im Rahmen eines Freundschaftsspiels zum traditionellen Sportfest. Zwar waren sich die Gastgeber der Schwere der Aufgabe schon angesichts der verletzt fehlenden Stammkräfte Kirchgeorg, Perlt, Steingrüber und Lehmann durchaus bewusst, doch hatte man bei sommerlichen Temperaturen am Pfingstsamstag wohl doch nicht mit einem solchen Auer Kombinationswirbel gerechnet. Schon in der Anfangsphase bewahrte Münchenbernsdorfs Torwart David Meyer mit Glanzparaden im Minutentakt gegen Albustin (3.), Györvari (5.) und Weis (6.) sein Team vor einem höheren Rückstand. Nur beim 0:1 durch Hoffmann nach einem Freistoß war der starke Keeper machtlos (4.). Die Gastgeber waren durchweg mit Abwehraufgaben beschäftigt, schlugen sich in der Anfangsviertelstunde wacker, ehe in der Folge die Konzentration nachließ. Den Ballverlust von Opitz in der eigenen Hälfte bestrafte Fritz im Nachsetzen mit dem 0:2 (18.). Auch beim Schuss des sehr auffälligen Erzgebirge-Kapitäns Weirauch war Schlussmann Meyer noch am Ball, konnte dessen Weg ins Tor aber nicht aufhalten (22.). Beim 0:4 und 0:5 durch ein Doppelpack von Weis (27., 33.) wurde die Abwehr des Kreisligisten völlig ausgespielt. Dann schlug die Stunde von Münchenbernsdorfs Torjäger Benjamin Weise. Nach 26 Kreisliga-Treffern war der 24-Jährige auch gegen Aue erfolgreich. Mit einem gefühlvollen Heber überlistete er den Erzgebirge-Schlussmann Geiger zum 1:5 (36.). Noch vor der Pause schlugen die Veilchen drei Mal zu. Gegen Albustin, Fritz und Weirauch war Keeper Meyer chancenlos.
Auch nach Wiederbeginn ließen die Auer in ihrem Dauerdruck nicht nach. Die erste Chance besaß allerdings der Gastgeber. Andy Lemke fand mit seinem Heber aber in Torwart Schulze seinen Meister, der in der zweiten Halbzeit zwischen die Pfosten gewechselt war (51.). Nach dem 1:9 durch Sauer (52.) stemmten sich die Münchenbernsdorfer engagiert gegen die zweistellige Niederlage. Doch nach dem 1:10 durch Lenhardt (70.) war die Moral des Kreisligisten gebrochen. Sauer, Weirauch, Lenhardt und Müller ließen die Erzgebirger binnen zehn Minuten auf 1:14 davonziehen. Den 15. Gegentreffer verhinderte die Querlatte bei einem Schuss von Fritzsch (88.). Kurz vor Abpfiff wurde symbolisch Günter Fricke eingewechselt. Dem 71-jährigen Münchenbernsdorfer Urgestein wurde anschließend die Ehrenmitgliedschaft im Verein verliehen. Vor der Begegnung war zudem Sabine Dannat im feierlichen Rahmen mit der Ehrenurkunde und der Ehrennadel des Kreissportbundes (KSB) Greiz ausgezeichnet worden, die der KSB-Vorsitzende Uwe Jahn überbrachte.
Aue II: Geiger (46. Schulze) Fritz, Hoffmann, Györvari, Weis, Albustin, Teubner, Amari, Baars, Weirauch, Kunert (Sauer, Fritzsch, Lenhardt, Bär, Müller). Schiedsrichter: Steve Kropfelder (Schwaara). Zuschauer: 382. Tore: 0:1 Hoffmann (4.), 0:2 Fritz (18.), 0:3 Weirauch (22.), 0:4, 0:5 Weis (27., 33.), 1:5 Weise (36.), 1:6 Albustin (38./Foulelfmeter), 1:7 Fritz (40.), 1:8 Weirauch (42.), 1:9 Sauer (52.), 1:10 Lenhardt (70.), 1:11 Sauer (71.), 1:12 Weirauch (74.), 1:13 Lenhardt (77.), 1:14 Müller (80.).
Aue II: Geiger (46. Schulze) Fritz, Hoffmann, Györvari, Weis, Albustin, Teubner, Amari, Baars, Weirauch, Kunert (Sauer, Fritzsch, Lenhardt, Bär, Müller). Schiedsrichter: Steve Kropfelder (Schwaara). Zuschauer: 382. Tore: 0:1 Hoffmann (4.), 0:2 Fritz (18.), 0:3 Weirauch (22.), 0:4, 0:5 Weis (27., 33.), 1:5 Weise (36.), 1:6 Albustin (38./Foulelfmeter), 1:7 Fritz (40.), 1:8 Weirauch (42.), 1:9 Sauer (52.), 1:10 Lenhardt (70.), 1:11 Sauer (71.), 1:12 Weirauch (74.), 1:13 Lenhardt (77.), 1:14 Müller (80.).

Jens Lohse / 29.05.12 / OTZ
