Erste beim Ligaprimus FC Thüringen Weida zu Gast
Marc Lehmann, 25.09.2015
Am Sonntag muss die Fortschritt-Elf, wohl zum schwersten Auswärtsspiel der Saison, beim FC Thüringen Weida antreten. Dass es überhaupt einmal zu solch einem Duell kommen würde, war vor wenigen Jahren noch unvorstellbar – der SV 1924 eine graue Kreisligamaus und der FC Thüringen ein etablierter Thüringenligist, der nach seinem Abstieg in der Saison 2009/10 nie schlechter als Platz 5 in der Landesklasse war. Bis zur letzten Saison, als Weida nach Platz 6 zur Hinrunde für alle überraschend dann als Sechstletzter den bitteren Weg nach unten in die Kreisoberliga antreten musste. Dass Weida nicht lange dort verweilen will, zeigen allein schon die Transfers zahlreicher Spieler, welche langjährige Erfahrung aus höheren Ligen mitbringen. Mit Kapitän Böhme und Frank Berger können zwei Spieler des Kaders sogar Einsätze in der 2. Bundesliga vorweisen.
Jeder rechnete zu Saisonbeginn mit einem ungefährdeten Durchmarsch Weidas in der Kreisoberliga. Doch der Start verlief holpriger als erwartet. Einem knappen Sieg gegen Lumpzig folgte ein 2:2-Unentschieden gegen Schmölln, die lange Zeit in Unterzahl spielten. Auch beim 4:2-Pokalerfolg in Pöllwitz bekleckerte sich die Elf von Thomas Wirth nicht mit Ruhm. Allerdings scheinen sich die Offensivkräfte allmählich warmgeschossen zu haben, denn zuletzt gab es ein 5:0 gegen Aga und ein 0:7 in Fockendorf, bei dem sich Mirko Patzer viermal als Torschütze auszeichnen konnte.
Die Fortschritt-Elf musste am vergangenen Spieltag eine unnötige Heimniederlage gegen Schmölln einstecken, als man nach eigener Führung durch einen fragwürdigen Elfmeter und einen Freistoß mit 1:2 verlor. Das Trainerduo Thomas Gessner und Remo Herold ist auch in dieser Woche wieder zu einigen Umstellungen gezwungen, was das Unterfangen nicht leichter macht. Denn der SV 1924 geht als klarer Underdog in die Partie, weshalb ein Punktgewinn schon eine kleine Sensation wäre.
Doch dass man mit viel Kampf und Leidenschaft spielerisch bessere Mannschaften vor Probleme stellen kann, konnte die Fortschritt-Elf schon häufiger beweisen und deshalb hoffen wir auf eine spannende Partie.
Wir wünschen unserer Mannschaft ein gutes Spiel sowie maximalen Erfolg und sehen uns am Sonntag auf dem Roten Hügel!
